Mitreden bei Pikmi: Das sind eure Inputs

Im ersten Halbjahr 2021 hatten wir euch aufgerufen, mit uns Pikmi weiterzuentwickeln. Euer Feedback konntet ihr an einer Online-Mitwirkung im Februar sowie an einem virtuellen Workshop im April einbringen. Vielen Dank an alle für die aktive Beteiligung. Die eingegangenen Inputs fliessen in die Auswertung des Testbetriebs ein, liefern uns aber auch Vorschläge für Anpassungen bis zum Abschluss des Pilotbetriebs im April 2022.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Pikmi wird von euch grösstenteils positiv beurteilt. Besonders viel Lob erhielten die VBZ-Fahrerinnen und -Fahrer, die täglich am Pikmi-Steuer sitzen. Dies hat uns sehr gefreut. Ebenfalls oft erwähnt wurde, dass Pikimi schnell und zuverlässig ist. Und ein häufiger Wunsch war die Weiterführung von Pikmi nach dem Testbetrieb.
Aber es gibt auch einiges, das wir besser machen können, um das Angebot noch mehr auf eure Wünsche und Bedürfnisse auszurichten. Ein paar dieser Themen haben wir in der Zwischenzeit bereits umgesetzt. Andere sind noch in der Planung oder werden diskutiert.
- Das Betriebsgebiet wird von euch eher als zu klein beurteilt. Altstetten und Albisrieden sind bereits sehr gut mit dem regulären öffentlichen Verkehr erschlossen und viele Wege können auch zu Fuss zurückgelegt werden. Ob wir das Betriebsgebiet von Pikmi erweitern, entscheiden wir in den nächsten Monaten. Möglich wäre eine Ausweitung in Richtung Wiedikon, insbesondere mit Einbezug des Quartierzentrums und des Bahnhofs Wiedikon.
- Häufig gewünscht wurde eine Ausweitung der Betriebszeiten. Seit dem 4. Juni 2021 fährt Pikmi nun nachts bis 1 Uhr. Damit können auch Fahrgäste, die länger arbeiten oder unterwegs sind, bequem und sicher mit Pikmi nach Hause fahren.
- Die Teilnehmenden der Mitwirkung können sich einen befristeten Testersatz der Linie 35 durch Pikmi am Abend vorstellen. Fahrzeuge auf Bestellung werden als ökologischer beurteilt, als Busse, die nur mit wenigen Fahrgästen nach Fahrplan verkehren. Zwingend ist dabei die Sicherstellung des Zugangs für alle Personen – auch für diejenigen ohne Mobiltelefon.
Dies möchten wir nun testen und damit ermitteln, ob ein On-Demand-Angebot eine Quartierbuslinie zu Zeiten mit wenig Fahrgästen ersetzen und die gleiche bzw. möglicherweise gar bessere Qualität bieten kann. So wird vom 1. Oktober bis zum ordentlichen Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2021 die Linie 35 temporär täglich ab 20.30 Uhr nicht verkehren und durch Pikmi ersetzt. Tagsüber fährt die Buslinie wie gewohnt. Bis zum Teststart werden wir sicherstellen, dass Pikmi auch ohne Mobiltelefon einfach bestellt und genutzt werden kann. Zudem ist durch die Erschliessung des Quartiers mit den Linien 2, 31, 67 und 78 praktisch jedes Ziel weiterhin mit dem gewohnten ÖV erreichbar. - Eine weitere Forderung der Mitwirkung war eine bessere Integration in das bestehende ÖV-System. Erste Schritte dazu haben wir unternommen. So wird in der Pikmi-App die Abfrage von intermodalen Verbindungen getestet. Intermodal heisst, dass du Pikmi-Fahrten mit dem gewohnten ÖV kombinieren kannst. Damit kannst du auch Reisen mit einem Ziel ausserhalb des Pikmi-Betriebsgebiets planen. Die App schlägt dir bei der Suche die beste Route für eine Fahrt mit Pikmi mit Umstieg auf Tram, Bus oder Zug vor. Möchtest du ebenfalls am Test teilnehmen? Wenn du die neueste Version der App (3.30.8) installiert hast, ist das einfach möglich. Klicke im Hauptmenü auf "Testnutzer" und gib den Code pikmitest ein. Und schon bist du dabei.
Zudem ist Pikmi nun auch in die ZüriMobil-App integriert und wird dort während der Pikmi-Betriebszeiten bei der Routensuche angezeigt. - Wie funktionieren die virtuellen Haltestellen und wieso ist der gewählte Fahrweg nicht immer nachvollziehbar? Diese Fragen wurden ebenfalls oft gestellt. Wir planen in der nächsten Zeit vertieft über die Funktionsweise von Pikmi zu informieren. Ein erster Film zum Thema Ride-Pooling wurde bereits erstellt. Du findest ihn hier.
- Betreffend Fahrzeugeinsatz wurden von euch Elektrofahrzeuge gewünscht. Dies können wir in den nächsten Monaten erfüllen. So wird die Pikmi-Flotte im Herbst um zwei Fahrzeuge erweitert. Dies werden Elektrofahrzeuge sein. Wie bisher werden auch sie von unserem Partner Mobility zur Verfügung gestellt und können tagsüber gemietet werden.
- Viele Teilnehmende der Mitwirkung wären bereit für Pikmi etwas mehr zu bezahlen (z.B. eine Reservationsgebühr). Allerdings dürften die Kosten nicht zu hoch sein und sollten max. ein paar Franken betragen. Im Rahmen des Testbetriebs ist bei Pikmi aber keine Änderung geplant und es gilt weiterhin der ZVV-Zonentarif.
- Vor allem am Workshop wurde intensiv diskutiert, was durch Pikmi effektiv ersetzt wird. Oft werden dies Wege sein, die sonst mit Tram und Bus, zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt worden wären. Einig waren sich aber alle, dass vor allem Autofahrten durch Pikmi ersetzt werden sollten. Gewünscht wird deshalb, dass bei der Weiterentwicklung und der Forschung der Fokus hierauf gelegt wird.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Mitwirkung und aus dem Testbetrieb stellen sicher, dass wir am Ende des Pilotbetriebs im Frühjahr 2022 ein umfassendes Bild haben und uns Gedanken über eine allfällige Zukunft von Pikmi machen können. Wir hoffen, dass wir euch bis dahin weiterhin regelmässig an Bord von Pikmi begrüssen dürfen.